Öffentliches Langzeitexperiment
Kapitalexperiment
Ihr seid hier auf einer Seite von Michaela & Silvio Hoppe, bekannt als die.hoppes. Viele suchen bei Google nach unserem Vermögen. Wir werden hier nicht unser gesamtes Vermögen teilen, aber wir möchten ein Experiment mit euch teilen.
Ihr könnt hier sehen, wie wir einen Teil unseres Vermögens planen, strukturieren und verwalten.
Nach 25 Jahren habe ich eine Immobilie verkauft.
Den gesamten Verkaufserlös investiere ich in ein konzentriertes Aktiendepot.
Ob diese Entscheidung richtig war, weiß ich heute nicht.
Deshalb dokumentiere ich dieses Experiment öffentlich.
Depotentwicklung
Entwicklung gegen den Ausgangswert
Die Linie markiert den Verkaufserlös der Wohnung und das in dieses Depot investierte Kapital.
Live-Kennzahlen
Der aktuelle Stand
Meine Geschichte
Eine reale Vermögensentscheidung
Die Seite soll nicht beweisen, dass Aktien besser sind als Immobilien. Sie zeigt meinen konkreten Fall, mit offenem Ausgang.
Die Immobilie hatte nach 25 Jahren praktisch keinen nennenswerten Wertzuwachs. Gleichzeitig band sie Kapital, verursachte Verwaltungsaufwand, Reparaturen, Rücklagen, Vermietungsrisiken und wenig Flexibilität.
Die letzte Kaltmiete lag bei ungefähr 800 Euro pro Monat. Davon gingen in den letzten Jahren grob 200 Euro monatlich in Rücklagen und Instandhaltung. Vor Steuern und weiterem Aufwand blieben damit etwa 600 Euro pro Monat beziehungsweise rund 7.200 Euro pro Jahr.
- Kaltmiete
- ca. 800 €/Monat
- Rücklagen und Instandhaltung
- ca. -200 €/Monat
- Vor Steuern und weiterem Aufwand
- ca. 600 €/Monat
Von diesem Betrag gingen zusätzlich Einkommensteuer, einzelne Reparaturen, Fahrten und Verwaltungsaufwand ab. Im Verhältnis zu einem gebundenen Kapital von rund 175.000 Euro war die effektive Rendite für mich deshalb nicht attraktiv genug.
Der Verkaufserlös wurde bewusst nicht erneut in Immobilien investiert. Ein wesentlicher Grund ist die Flexibilität: Das Kapital bleibt im Depot grundsätzlich jederzeit liquide und kann schneller neu gewichtet werden als gebundenes Immobilienkapital.
Das Depot und ein Teil der Vermögensstruktur liegen außerhalb der EU. Das schafft zusätzliche Freiheit, bedeutet aber auch mehr Eigenverantwortung, insbesondere bei der Steuererklärung. Es gibt keinen automatischen Kapitalertragsteuerabzug wie bei einem deutschen Depot; die steuerliche Dokumentation muss sauber selbst geführt werden.
Dahinter steht eine klare Überzeugungsthese: Bestimmte Wirtschaftsbereiche könnten sich in den kommenden Jahren besonders stark entwickeln. Dazu zählen künstliche Intelligenz, Gesundheit, Landwirtschaft und Wasser. Genau dort suche ich Unternehmen, deren langfristige Geschäftsmodelle ich nachvollziehen und über Jahre begleiten möchte.
Das Projekt ist öffentlich, damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt. Es geht nicht darum, im Nachhinein nur Erfolge zu zeigen, sondern den Weg sichtbar zu machen: Ideen, Zweifel, Käufe, Verkäufe, Positionsänderungen und neue Erkenntnisse.
So kann jeder verfolgen, ob die Strategie langfristig Sinn ergibt oder ob sie scheitert. Genau das gehört zum Experiment. Wenn das Depot schlechter läuft, als die Immobilie gelaufen wäre, soll auch das sichtbar bleiben.
Gleichzeitig kann die Dokumentation Inspiration geben: nicht als Anleitung, sondern als echter Einblick in die Frage, wie Kapital geplant, strukturiert und über Jahre verwaltet werden kann.
Die offene Frage
War es richtig, die Immobilie zu verkaufen und den Erlös in ein konzentriertes Aktiendepot zu investieren?
Investmentphilosophie
Ich investiere nicht kurzfristig. Ich suche Unternehmen, die echte Probleme lösen, langfristige Megatrends bedienen, Wettbewerbsvorteile besitzen und über viele Jahre wachsen können.
Das Depot ist bewusst konzentriert. Es geht nicht darum, hunderte Unternehmen zu besitzen, sondern wenige Unternehmen wirklich zu verstehen.
Risiken
Was dieser Ansatz voraussetzt
Dieses Experiment ist kein passives Kaufen und Liegenlassen. Ein konzentriertes Einzelaktiendepot braucht einen aktiven Ansatz: Thesen müssen laufend hinterfragt, Unternehmensentwicklungen beobachtet und Risiken bewusst ausgehalten werden.
Aktive Begleitung
Jede Position braucht Beobachtung: Zahlen, Produkte, Management, Wettbewerb, Bewertung und die ursprüngliche Investmentthese.
Makro im Blick
Zinsen, Inflation, Geldmenge, Währungen, Regulierung und Konjunktur können die Bewertungen stark beeinflussen.
Nicht nachmachen
Das Depot passt zu meiner Situation, meiner Risikobereitschaft und meinem Zeitaufwand. Es ist keine Empfehlung.
Das Depot besteht bewusst aus wenigen Unternehmen. Dadurch können einzelne Entscheidungen den Depotwert deutlich stärker bewegen als bei einem breit gestreuten Fonds. Wenn sich eine Investmentthese als falsch erweist, kann das spürbare Auswirkungen haben.
Bei Einzelaktien besteht immer das Risiko hoher Verluste bis hin zum Totalverlust einzelner Positionen. Genau deshalb gehört das ständige Prüfen der These zum Experiment.
Dieser Ansatz setzt voraus, dass ich die Unternehmen regelmäßig beobachte: Geschäftszahlen, Margen, Verschuldung, Marktposition, neue Produkte, technologische Veränderungen, Managemententscheidungen und Konkurrenzdruck.
Wenn sich die Grundlagen einer Position verändern, muss auch die Entscheidung neu bewertet werden. Das kann bedeuten, eine Position zu halten, aufzustocken, zu reduzieren oder komplett zu verkaufen.
Viele Positionen notieren nicht in Euro. Dadurch entstehen Währungsrisiken, die die Entwicklung zusätzlich beeinflussen können. Auch globale Faktoren wie Zinsen, Geldmenge, Inflation, geopolitische Risiken und Konjunktur spielen eine Rolle.
Da das Depot außerhalb Deutschlands geführt wird, entsteht zudem mehr Verantwortung bei der Steuererklärung. Es gibt keinen automatischen Kapitalertragsteuerabzug wie bei vielen deutschen Banken.
Diese Webseite dokumentiert eine persönliche Vermögensentscheidung. Sie ist keine Finanzberatung, keine Anlageberatung, keine Kaufempfehlung, keine Verkaufsempfehlung und kein Versprechen einer Rendite.
Niemand sollte dieses Depot ungeprüft nachbauen. Jede finanzielle Entscheidung muss zur eigenen Situation, Risikobereitschaft, Erfahrung und steuerlichen Lage passen.
Depot
Aktuelle Überzeugungspositionen
Konzentriertes Portfolio mit momentan 11 Werten. Stand: 01.07.2026, 14:26 Uhr. Depotwert: 190.139,10 Euro. Wertschriften: 190.119,72 Euro. Barsaldo: 19,38 Euro.
- Stückzahl
- 400
- Kürzel
- 6954
- Positionswert
- 2.966.000,00 JPY
- Gewichtung
- 8,41 %
Kurzprofil: Robotik, CNC-Steuerungen und Fabrikautomation aus Japan.
Warum im Depot: Fanuc ist für mich ein direkter KI-Anwendungsfall. Meine Kernthese: Robotik und Automatisierung werden stark von KI profitieren, weil autonome Systeme, intelligentere Maschinen und Fabriken mit immer weniger menschlichem Eingriff realistischer werden. Fanuc liefert dafür zentrale Bausteine in Robotik, Steuerungstechnik und Fertigungsautomation.
- Stückzahl
- 78
- Kürzel
- MSFT
- Positionswert
- 29.095,56 USD
- Gewichtung
- 13,44 %
Kurzprofil: Software, Cloud-Infrastruktur, KI-Plattformen und Unternehmenslösungen.
Warum im Depot: Microsoft verbindet Cloud, Office, Entwicklerwerkzeuge und KI. Die These: Unternehmen werden über Jahre mehr digitale Infrastruktur und KI-Dienste nutzen.
Das vollständige Depot inklusive aller Positionen erhältst du nach erfolgreicher Newsletteranmeldung.
Kurzprofil: Digitaler Plattformkonzern mit Werbung, Cloud, mobilen Betriebssystemen und KI-Forschung.
Warum im Depot: Diese Position steht für Reichweite, Daten, digitale Infrastruktur und künstliche Intelligenz. Die These: Suche, Video, Cloud und KI bleiben zentrale Bausteine der digitalen Wirtschaft.
- Stückzahl
- 48
- Kürzel
- LIN
- Positionswert
- 24.909,12 USD
- Gewichtung
- 11,51 %
Kurzprofil: Industriegase, Spezialgase und Gasversorgung für Industrie, Medizin und Zukunftstechnologien.
Warum im Depot: Linde ist ein Qualitätsunternehmen mit hoher Preissetzungsmacht. Die These: Industrie, Gesundheit, Halbleiter und Wasserstoff benötigen verlässliche Gasversorgung.
Das vollständige Depot inklusive aller Positionen erhältst du nach erfolgreicher Newsletteranmeldung.
Kurzprofil: Halbleiter- und Plattformunternehmen für KI-Rechenleistung, Rechenzentren und Software-Ökosysteme.
Warum im Depot: Diese Position ist ein Kernbaustein der KI-Infrastruktur. Die These: Rechenleistung wird zum Engpass der nächsten Technologiewelle.
- Stückzahl
- 65
- Kürzel
- SYK
- Positionswert
- 20.464,60 USD
- Gewichtung
- 9,46 %
Kurzprofil: Medizintechnik, Implantate, chirurgische Geräte und Robotik im Gesundheitswesen.
Warum im Depot: Stryker profitiert von alternden Gesellschaften und medizinischem Fortschritt. Die These: Gesundheit bleibt ein struktureller Wachstumsmarkt.
- Stückzahl
- 157
- Kürzel
- XYL
- Positionswert
- 18.558,97 USD
- Gewichtung
- 8,58 %
Kurzprofil: Wassertechnologie, Pumpen, Messsysteme und Lösungen für Wasserinfrastruktur.
Warum im Depot: Xylem passt zur Wasser-These. Die These: Sauberes Wasser, effiziente Netze und Infrastrukturmodernisierung werden weltweit wichtiger.
- Stückzahl
- 64
- Kürzel
- SU
- Positionswert
- 17.878,40 EUR
- Gewichtung
- 9,42 %
Kurzprofil: Energiemanagement, Automatisierung, Rechenzentrums- und Gebäudetechnik.
Warum im Depot: Schneider verbindet Elektrifizierung, Effizienz und Automatisierung. Die These: Energieverbrauch muss intelligenter gesteuert werden, besonders bei Industrie und Rechenzentren.
- Stückzahl
- 50
- Kürzel
- VRT
- Positionswert
- 16.741,00 USD
- Gewichtung
- 7,74 %
Kurzprofil: Stromversorgung, Kühlung und Infrastruktur für Rechenzentren.
Warum im Depot: Vertiv ist nah am KI- und Rechenzentrumsboom. Die These: Mehr KI bedeutet mehr Rechenzentren und damit mehr Bedarf an Energie- und Kühlinfrastruktur.
- Stückzahl
- 20
- Kürzel
- DE
- Positionswert
- 12.686,60 USD
- Gewichtung
- 5,86 %
Kurzprofil: Landmaschinen, Präzisionslandwirtschaft und digitale Agrartechnik.
Warum im Depot: Deere ist für mich eine KI- und Datenposition in der Landwirtschaft. Das Unternehmen sammelt seit Jahren Daten über Böden, Maschinen und Bewirtschaftung. Durch KI können diese Daten besser ausgewertet werden, damit Nahrungsmittel effizienter produziert werden. Zusätzlich sind autonome Traktoren ein sehr konkreter Anwendungsfall: Ackerflächen sind klar abgegrenzte Arbeitsräume, in denen autonome Systeme früher sinnvoll eingesetzt werden können als in vielen offenen Verkehrssituationen.
Das vollständige Depot inklusive aller Positionen erhältst du nach erfolgreicher Newsletteranmeldung.
Kurzprofil: Wachstumsorientiertes Diagnostikunternehmen mit Fokus auf datenbasierte Medizin.
Warum im Depot: Diese Position steht für personalisierte Diagnostik. Die These: Medizin wird früher, datenbasierter und stärker individualisiert.
Keine Kaufempfehlung. Die Liste dient nur der Transparenz des Experiments.
Hier werden künftig alle Käufe, Verkäufe, Aufstockungen, Reduzierungen und relevante Strategieänderungen chronologisch dokumentiert. Nichts wird rückwirkend geglättet.
-
Startpunkt der öffentlichen Depot-Chronik
Depotwert 190.139,10 Euro. Wertschriften 190.119,72 Euro. Barsaldo 19,38 Euro. Das Depot ist praktisch vollständig investiert; weitere Handlungen werden ab hier fortlaufend ergänzt.
Entscheidungen
Chronik ohne rückwirkende Glättung
Immobilie verkauft
Im Dezember 2025 fiel nach 25 Jahren die Entscheidung, das gebundene Kapital freizusetzen und die Immobilie nicht weiter zu halten.
Erste Depotkäufe
Im Januar 2026 begannen die ersten Investitionen. Käufe, Verkäufe und Umschichtungen gehören ausdrücklich zum Experiment.
Kapital vollständig investiert
Seit Juni 2026 ist der Verkaufserlös praktisch vollständig investiert. Der aktuelle Depotstand ist oben im Bereich „Depot“ dokumentiert; momentan sind keine weiteren Käufe geplant.
Timeline
Der Weg zählt mit
- Kauf der Eigentumswohnung für ca. 165.000 €. Die Immobilie wurde zunächst selbst genutzt.
- Ende der Eigennutzung und Beginn der Vermietung.
- Verkauf der Immobilie für 180.000 €. Nach Maklerkosten und Nebenkosten von ca. 5.000 € blieben rund 175.000 € Verkaufserlös.
- Erste Einzahlungen und Depotkäufe.
- Der Verkaufserlös ist vollständig investiert.